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„MÄDCHEN KÖNNEN ALLES“
Auftrieb präsentierte am 24.6.2010 Video und Konzept für eine "Girls Base" in Wiener Neustadt

Die Jugendberatungsstelle AUFTRIEB hat sich ein Jahr lang intensiv mit Mädchenarbeit beschäftigt. Neben Beratungen und Workshops wurden Einrichtungen in ganz Österreich besucht, die sich der Mädchenarbeit professionell widmen.
Aufbauend auf diesen Erfahrungen wurde das Konzept „LOTTA Girls Base“ erstellt, mit dem in Wiener Neustadt ein Best-pracitice-Modell entstehen soll. Vier Themen-Schwerpunkte sollen damit nachhaltig „an die Mädchen“ gebracht werden:
• Gesundheitsprävention (Körperbewusstsein, Ernährung, Sexualität),
• Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und Verhaltensmustern
• Arbeit/Beruf – vor allem in Richtung nicht traditioneller Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten
• Interkulturelle Mädchenarbeit
Bei der Präsentation im Triebwerk zeigte sich LR Karin Scheele, die schon bisher den Mädchenschwerpunkt förderte, begeistert: „Niederösterreich ist neben Oberösterreich das einzige Bundesland, in dem es noch keine speziellen Beratungsangebote für Mädchen gibt. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass die neue Lotta Girls Base der Startschuss für eine neue Qualität der Mädchenarbeit in ganz NÖ wird.“ Und sie sagte ihre volle Unterstützung im Rahmen ihrer Ressort-Möglichkeiten zu.
Aus Frauenstadträtin Mag. Isabella Siedl sieht den Bedarf gezielter Mädchenarbeit, um möglichst früh den noch immer bestehenden Rollenklischees entgegenzuwirken.
Poly-Projekt zu Gewaltprävention und Interkulturellem Lernen wurde im Neuen Rathaus am 14. Juni 2010 präsentiert

Schon seit 3 Jahren arbeiten die Schulsozialarbeiterinnen der Jugendberatung „auftrieb“ am Poly Wiener Neustadt. Sie verstehen sich als zusätzliches Angebot für psychosoziale Fragen und Probleme der Jugendlichen, die kurz vor der Entscheidung über ihren weiteren Ausbildungsweg stehen.
Aus der Erfahrung der letzten Jahre mit Mobbing und gewaltsamen Auseinandersetzungen unter SchülerInnen wurde von den Beraterinnen in Zusammenarbeit mit der Fotografin Michaela Bruckmüller das Projekt „Gemeinsam anders sein – vom Ich zum Du, vom Du zum Wir“ entwickelt und von Oktober bis Dezember 09 umgesetzt.
Auf Initiative des Jugendreferats der Stadt Wiener Neustadt wird jetzt das Projekt im Neuen Rathaus bis Ende Juni einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Projekt wurde von den "Lions Wiener Neustadt" und von der "Fachstelle für Suchtvorbeugung, Koordination und Beratung" gefördert.
Her:story –
außergewöhnliche junge Frauen erzählen
Auch in diesem Jahr organisierte die Stadt Wr. Neustadt eine Veranstaltung zum internationalen Frauentag, welche in diesem Jahr am Fr, dem 5.3. 2010 im Stadtmuseum in Wr. Neustadt stattfand.
Fotos hier klicken!
Wir, die Mitarbeiterinnen des Vereins Jugend und Kultur, waren für die Planung und Durchführung des Vormittagsprogramms zuständig, welches speziell auf SchülerInnen zugeschnitten wurde. Das Programm dauerte eine Stunde und wurde jeweils zweimal an diesem Vormittag aufgeführt. (9-12Uhr)
Programm:
Der Einstieg wurde über einen kurzen schauspielerischen Input zum Thema Geschlechterrollen, Klischees und Vorurteile im Berufs- und Alltagskontext erfolgt.
In Form von Interviews wurden im Hauptteil vier ausgewählte junge Frauen aus der Region über ihre außergewöhnlichen Talente, Zugänge, Berufserfahrungen, sowie positive und negative Erlebnisse auf dem Weg dorthin, erzählen.
Anschließend gaben die jungen Frauen durch eine kurze Präsentation Einblick in ihre Arbeit (Gesang, Tanz, Bilder, etc.) Nach jeder Performance wurde den SchülerInnen ermöglicht, persönliche Fragen an die Gäste zu stellen.
Abschließend gab es ein kurzes Round up der Moderatorinnen und Information zu mädchenspezifischen Freizeit und Beratungsangeboten des Vereins.
Zusätzlich gab es einen interaktiven Stand (9- 15 Uhr laufend von uns betreut), mit Giveaways, Fotographie, Buttons, Wuzzeltisch, Infothek, Chillecke, Interview Box uvm.
Seminar:
Einem hochbrisanten Thema widmete sich die Fortbildung zum Thema "Amok und Gewaltdrohungen an Schulen", das die Mitarbeiterinnen der Jugendberatungsstelle "auftrieb" in Wiener Neustadt organsiert hatten. Unter Leitung einer ausgewiesenen Expertin, der Kriminalpsychologin und Jugendseelsorgerin Karoline Roshdi vom Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement in Darmstadt, erarbeiteten 2 Tage lang SozialarbeiterInnen und LehrerInnen Strategien zur besseren Risikoabschätzung und Prävention.
"Immer wieder sind SchulsozialarbeiterInnen, aber auch Lehrer mit Gewaltdrohungen oder Amok-Ankündigungen konfrontiert", so die Leiterin von "auftrieb" DSA Katrin Tamandl. "Es ist dann ganz schwierig abzuschätzen, wie ernst die Situation für alle Beteiligten ist." Im Rahmen des Seminars wurden Warnsignale der Gewalt ebenso analysiert wie Präventionsansätze und Risiko-Einschätzung von auffälligen SchülerInnen.
Auch wenn alle SeminarteilnehmerInnen, die z.T. aus ganz Österreich anreisten, hoffen, nicht mit dramatischen "Ernstfällen" konfrontiert zu werden, war ihnen die konzentrierte Auseinandersetzung mit dem Thema äußerst wichtig. Viele SchülerInnen senden ja lange und andauernde Signale der Verzweiflung, bevor es wirklich zu tätlichen Auseinandersetzungen kommt.
Psych.Karoline Roshdi
Im Zuge des Ausbaus der Schulsozialarbeit an allen Landesberufsschulen im Industrieviertel, wurden am 21.09.2009 alle betreffenden Direktoren/innen und Berufsschulinspektoren/innen in unsere Büroräume am Hauptplatz eingeladen.
Ziel der Einladung war das gegenseitige bessere Kennen lernen und die Besprechung von Details für die Arbeit an den einzelnen Schulen.
Die Direktoren/innen und Inspektoren/innen hatten die Möglichkeit Fragen zu stellen, die Geschäftsführung des Vereins und auch die die zuständigen Sozialarbeiterinnen besser kennen zu lernen.

Girls Club
nur für Mädchen
jeden Mittwoch 16:00 -18:00 Uhr
In unseren Jugendräumen Grazerstr. 77
Siehe www.rumtrieb.at



